Skatepark bauen: Kosten, Finanzierung und Förderprogramme

Skatepark bauen: Kosten für den Bau eines Skatepark berechnen und Kosten für die Skatepark Planung kalkulieren. Informationen rund um Skatepark, Pumptrack und Freiraumanlagen in Kommunen und Städten.

Skatepark bauen: Welche Kosten entstehen beim Bau eines Skateparks? | Bild: OSRAM Lighting Solutions

Wer einen Skatepark bauen möchte, sollte sich bereits in der frühen Planungsphase über die Kosten eines Skateparks, über die Finanzierung und über Fördermöglichkeiten informieren. Die Kosten für den Bau eines Skateparks können grob mit 320€ – 500€ pro m² angegeben werden – je nachdem, welche Street- und Bowl-Elemente integriert und inwiefern das Außengelände gestaltet wird. In zahlreichen Städten und Kommunen werden Lösungen gesucht, den öffentlichen Raum für die Bürger der Stadt attraktiv zu gestalten. Die Schaffung einer bewegungsfördernden und –motivierenden Infrastruktur steht hierbei oft im Fokus. Ein Skatepark oder ein Pumptrack erfüllt diese Kriterien und kann generationsübergreifend genutzt werden.

Die oben genannten Preise gelten allerdings nur als grober Richtwert, da ein Skatepark individuell auf die Zielgruppen und die Bedürfnisse der Nutzer zugeschnitten sein sollte. Eine erste Kostenschätzung des Skatepark Projekts kann über den Kostenrechner Skateparks kalkuliert werden.

Die Skatepark Kosten sollten bereits in der frühen Planungsphase kalkuliert und im Rahmen des Gesamtprojekts budgetiert werden. Durch die Beantragung von Fördergeldern im Rahmen der Sportstättenförderung können die Kosten für den Bau eines Skateparks gesenkt werden. Fördergelder für ein Skatepark-Projekt kann über die Stadt, die Kommune oder das Land beantragt werden. In einem ersten Schritt empfiehlt sich der Kontakt zu einem erfahrenen Skatepark-Planungsbüro – die Experten kennen sich aus mit den unterschiedlichen Planungsschritten und mit der Beantragung von Fördergeldern für ein solches Projekt.

Skatepark bauen: In 10 Schritten zum eigenen Skatepark

Sofern der Impuls zum Bau eines Skateparks nicht von Seiten der Stadt oder der Kommune kommt, liegt es bei den Initiatoren, das Projekt auf den Weg zu bringen. Zumeist sind es Zusammenschlüsse von Skatern und interessierten Sportlern, die einen Skatepark bauen und ein solches Projekt anschieben möchten. In der Folge haben wir 10 Punkte aufgelistet, wie die Planung des Skateparks und der Bau einer Anlage geplant, angegangen und vorangetrieben werden kann.

Wer die Skatepark Kosten im Blick hat, die Aufgaben im Rahmen des Projekts skizziert und den entsprechenden Skatepark-Planer an seiner Seite hat – ist auf dem richtigen Weg, um die Realisierung des eigenen Projekts aktiv voranzutreiben.

1 – Kräfte bündeln um das Skatepark-Projekt anzuschieben

In vielen Fällen sind es die Skater selbst, die den Startschuss zur Planung eines Skate- oder Bikeparks geben. Oft können im Rahmen dessen Kräfte gebündelt und Mitstreiter ins Boot geholt werden. Vielleicht gibt es Skater in benachbarten Stadtteilen oder einen Verein, eine Jugendeinrichtung oder eine Schule, die ebenfalls ein Interesse am Bau des Skateparks hat. Wenn möglich, sollte eine Person oder Gruppe das „Sprachrohr“ der Kampagne sein und sämtliche Themen rund um die Kommunikation bündeln und begleiten.

2 – Gründung eines Vereins

Als Verein können Fördergelder leichter beantragt und Zuschüsse für den Bau des Skateparks angefragt werden. Daneben hat eine Vereinsgründung den Vorteil, dass unter einem „offiziellen/amtlichen“ Namen agiert werden kann. Der Verein benötigt einen Namen sowie eine Satzung – in den meisten Fällen erfolgt die Vereinsgründung als Sportverein oder als Verein zur Förderung von Jugend & Kultur.

3 – Kontaktaufnahme zu Stadt und Kommune

Die Entscheider in Städten und Kommunen können das Skatepark-Projekt nachhaltig beeinflussen und sollten frühzeitig in die Planungen eingebunden werden. Treten Sie in Kontakt zu den handelnden Personen und tragen Sie ihre Idee, die weiteren Planungsschritte und den Mehrwert und Nutzen für die Stadt vor. Der bewegungsfördernde Charakter eines Skateparks sowie positive Aspekte für das soziale Miteinander und die Förderung von Begegnung und Integration durch den Sport, sind nur einige Aspekte, die für den Bau einer solchen Anlage sprechen.

Möglicherweise kann die Planung und der Bau des Skateparks mit anderen Projekten kombiniert und der Bau der Anlage somit beschleunigt werden. In vielen Fällen kann ein Skatepark neben eine Calisthenics-Anlage oder in die Nähe eines Multifunktions-Spielfeld gebaut werden. In den meisten Fällen ergeben sich zahlreiche Synergieeffekte, die bereits im Vorfeld skizziert und in die Planung einbezogen werden können.

Skatepark bauen: Kosten für Planung und Bau eines Skatepark einer Skatepark Bowl Anlage oder eines Skatepark mit Miniramo und Skatepark Elementen. Kosten, Planung und Informationen für Skatepark Projektstarter.

Skatepark Planung: Ein individuelles Design zeichnet den Skatepark aus. | Bild: DSGN CONCEPTS

4 – Skatepark Design, Nutzungskonzept und Definition der Zielgruppe

Im Rahmen der Planung sollte das Nutzungskonzept der Skateanlage skizziert und auf die Zielgruppen der Anlage ausgelegt werden. Bei der Definition der Nutzergruppen sollten u.a. die folgenden Fragen beantwortet werden:

  • Soll es ein reiner Skatepark werden?
  • Sollen BMX-Fahrer, Inlineskater und andere Rollsportler die Anlage nutzen?
  • Kann die Skateanlage mit anderen Sportarten kombiniert werden und welche Vor- und Nachteile bietet welches Design/Konzept?
  • Kann der Skatepark in ein Projekt der Kommune integriert werden und somit weitere Zielgruppen angesprochen werden?

Eine multifunktionale Nutzung der Anlage und die Ansprache einer möglichst großen Ziel- und Besuchergruppe kann ein entscheidender Faktor für die Bewilligung von Fördermitteln sein. Je mehr Einwohner einer Stadt/Gemeinde die Fläche akzeptieren und nutzen – desto eher können politische Entscheidungswege in die „richtige“ Richtung gelenkt werden.

5 – Skatepark Kosten kalkulieren: Grobe Kostenberechnung für Planung und Bau des Skateparks

Eine grobe Kostenschätzung der geplanten Maßnahmen gibt Sicherheit im Planungsprozess und dient als Diskussionsgrundlage für die weiteren Planungsschritte. Die Kosten können über den Kostenrechner Skateparks kalkuliert werden. Hilfreich ist ebenfalls die Nachfrage bei anderen Städten oder bei spezialisierten Fachplanern und Skatepark-Designern. Die Experten der Branche haben bereits zahlreiche Projekte betreut und können Grobkosten und wertvolle Tipps für den weiteren Projektverlauf liefern. Wer einen Skatepark bauen möchte, sollte frühzeitig eine realistische Vorstellung und ein Gefühl für die Kosten eines solchen Bauvorhabens erlangen.

 6 – Standort des Skateparks

Gibt es bereits eine passende Infrastruktur oder eine sanierungsbedürftige Sport- oder Skateanlage, die für den Bau eines Skateparks genutzt werden kann? Welche Flächen stehen der Stadt zur Verfügung und welche Strukturen (Anschluss an Wohngebiet, Nähe ÖPNV, sanitäre Einrichtungen,etc.) können genutzt werden. Mögliche Standorte und vielleicht ungenutzte Sport- und Freiflächen können bei der Stadt (Sport- oder Jugendamt) angefragt und die Vor- und Nachteile erörtert werden.

7 – Kommunikation rund um das Projekt

Der Kontakt zur lokalen Presse und die Bewerbung des Skate-Projekts über diverse Kommunikationskanäle schaffen Aufmerksamkeit und können zu einer breiten Akzeptanz in der Bevölkerung führen. Vielleicht können prominente oder stadtbekannte Unterstützer für das Projekt gewonnen und diese medienwirksam in die Kommunikation eingebunden werden.

Die Nutzung der sozialen Medien und die Bekanntmachung bei öffentlichen Veranstaltungen (Stadtfeste, Vereinsfeste, etc.) unterstützen das Projekt und garantieren eine erhöhte Aufmerksamkeit.

Es ist häufig eine lokalpolitische Entscheidung, ob und wenn, in welchem Umfang ein Skatepark-Projekt (planungstechnisch und finanziell) unterstützt wird. Eine hohe Aufmerksamkeit bei der Bevölkerung kann einen gewissen, positiven Druck auf die Politik ausüben und zu schnelleren Entscheidungen führen.

8 – Förderung und Finanzierung des Skateparks

Die Beantragung von Fördermitteln sollte im ersten Schritt mit der Kommune oder dem Sportamt abgesprochen werden. Es gibt verschiedene Sportstättenförderprogramme von Kommune, Bund und EU, die für den Bau einer Skateanlage beantragt werden können. Auch hier ist es von Vorteil, wenn mehrere Institutionen (Schule, Kita, Sportverein, Jugendeinrichtung) von dem Projekt profitieren und den Skatepark nutzen können.

Eine Übersicht rund um die entsprechenden Förderprogramme für die Planung, Bau und Ausstattung von Sportstätten finden Sie hier: Sportstättenförderung

Ein weiterer Baustein im Rahmen der Finanzierung ist das Crowdfunding. Hierüber können Spenden im mittleren fünfstelligen Bereich akquiriert und das Projekt dementsprechend unterstützt werden. Auf den Sport spezialisierte Crowdfunding-Plattformen unterstützen bei der Planung und Durchführung der Kampagne.

9 – Auswahl des Skatepark-Planungsbüros und Skatepark-Design

Die Finanzierung steht, alle wichtigen Player wurden ins Boot geholt und die Location für den Skatepark wurde festgelegt – die Detailplanung kann beginnen. In den meisten Fällen wird das Projekt im Rahmen einer öffentlichen Ausschreibung vergeben. Die Stadt tritt im Rahmen dessen als Auftraggeber auf. Nichtsdestotrotz hat der Verein die Möglichkeit, Einfluss auf die Auswahl des Planungsbüros, bzw. der Skatepark-Planers zu nehmen und Empfehlungen auszusprechen.

Im Rahmen der Ausschreibung können bspw. bestimmte Qualitätskriterien festgelegt werden und der Kreis der potenziellen Planer eingegrenzt werden. Da ein Skatepark oftmals individuelle, ortsspezifische Anforderungen erfüllen muss – ist in den meisten Fällen der günstigste Anbieter nicht der Beste.

Ein Blick in die Referenzprojekte des Planers und die Besichtigung bereits umgesetzter Projekte, erleichtern die Suche nach dem entsprechenden Skatepark Planungsbüro.

10 – Skatepark bauen: Start der Baumaßnahmen

Die Projektstarter sollten die Baumaßnahmen begleiten und als Ansprechpartner für Stadt und Planungsbüro jederzeit erreichbar sein. Im Zuge der Bauarbeiten ergeben sich oftmals neue Herausforderungen und es müssen kurzfristig Entscheidung über das Design, die Anordnung der Skatepark-Elemente und über bspw. die Nutzung der Freiflächen getroffen werden. Die Initiatoren können bei der Entscheidungsfindung ihr Skate Know-how einbringen und die finale Gestaltung der Anlage maßgeblich beeinflussen.

WAS KOSTET DER BAU EINES SKATEPARKS?

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