Skatepark bauen: Kosten, Finanzierung und Förderprogramme

Skatepark bauen: Kosten für den Bau eines Skateparks oder einer Skateanlage mit Ramps und Obstacles. Für Skater und BMX Fahrer

Skatepark bauen: Welche Kosten entstehen beim Bau eines Skateparks?

Wer einen Skatepark bauen möchte, sollte sich bereits in der frühen Planungsphase über die Kosten einer Skateanlage, über die Finanzierung und über Fördermöglichkeiten informieren. In zahlreichen Städten und Kommunen werden Lösungen gesucht, den öffentlichen Raum für die Bürger der Stadt attraktiv zu gestalten. Die Schaffung einer bewegungsfördernden und –motivierenden Infrastruktur steht hierbei oft im Fokus. Ein Skatepark oder ein Pumptrack erfüllt diese Kriterien und kann generationsübergreifend genutzt werden.

Skatepark bauen: In 10 Schritten zum eigenen Skatepark

Sofern der Impuls zum Bau eines Skateparks nicht von Seiten der Stadt oder der Kommune kommt, liegt es bei den Initiatoren, das Projekt auf den Weg zu bringen. Zumeist sind es Zusammenschlüsse von Skatern und interessierten Sportlern, die ein solches Projekt anschieben. In der Folge haben wir 10 Punkte aufgelistet, wie der Bau einer Skateanlage geplant, angegangen und vorangetrieben werden kann:

1 – Kräfte bündeln um das Skatepark-Projekt anzuschieben

In vielen Fällen sind es die Skater selbst, die den Startschuss zur Planung eines Skate- oder Bikeparks geben. Oft können im Rahmen dessen Kräfte gebündelt und Mitstreiter ins Boot geholt werden. Vielleicht gibt es Skater in benachbarten Stadtteilen oder einen Verein, eine Jugendeinrichtung oder eine Schule, die ebenfalls ein Interesse am Baue einer Skateanlage hat. Wenn möglich, sollte eine Person das „Sprachrohr“ der Kampagne sein und sämtliche Themen rund um die Kommunikation begleiten.

2 – Gründung eines Vereins

Als Verein können Fördergelder leichter beantragt und Zuschüsse für den Bau des Skateparks angefragt werden. Daneben hat eine Vereinsgründung den Vorteil, dass unter einem „offiziellen/amtlichen“ Namen agiert werden kann. Der Verein benötigt einen Namen sowie eine Satzung – in den meisten Fällen erfolgt die Vereinsgründung als Sportverein oder als Verein zur Förderung von Jugend & Kultur.

3 – Kontaktaufnahme zu Stadt und Kommune

Die Entscheider in Städten und Kommunen können euer Projekt nachhaltig beeinflussen und sollten frühzeitig in eure Planungen eingebunden werden. Tretet in Kontakt zu den handelnden Personen und tragt eure Idee, die weiteren Planungsschritte und den Mehrwert und Nutzen für die Stadt vor. Der bewegungsfördernde Charakter eines Skateparks sowie positive Aspekte für das soziale Miteinander und die Förderung von Begegnung und Integration durch den Sport, sind nur einige Aspekte, die für den Bau einer solchen Anlage sprechen.

Möglicherweise kann die Planung und der Bau des Skateparks mit anderen Projekten kombiniert und der Bau der Anlage somit beschleunigt werden.

4 – Skatepark Design, Nutzungskonzept und Definition der Zielgruppe

Im Rahmen der Planung sollte das Nutzungskonzept der Skateanlage skizziert und auf die Zielgruppen der Anlage ausgelegt werden.

  • Soll es ein reiner Skatepark werden?
  • Sollen BMX-Fahrer, Inlineskater und andere Rollsportler die Anlage nutzen?
  • Kann die Skateanlage mit anderen Sportarten kombiniert werden und welche Vor- und Nachteile bietet welches Design/Konzept?

Eine multifunktionale Nutzung der Anlage und die Ansprache einer möglichst großen Ziel- und Besuchergruppe kann ein entscheidender Faktor für die Bewilligung von Fördermitteln sein. Je mehr Einwohner einer Stadt/Gemeinde die Fläche akzeptieren und nutzen – desto eher können politische Entscheidungswege in die „richtige“ Richtung gelenkt werden.

5 – Grobe Kostenberechnung für Planung und Bau der Skateanlage

Eine grobe Kostenschätzung der geplanten Maßnahmen gibt Sicherheit im Planungsprozess und dient als Diskussionsgrundlage für die weiteren Planungsschritte. Die Kosten können über den Kostenrechner Skateanlagen / Pumptracks kalkuliert werden. Hilfreich ist ebenfalls die Nachfrage bei anderen Städten oder bei spezialisierten Fachplanern und Skatepark-Designern. Die Experten der Branche haben bereits zahlreiche Projekte betreut und können Grobkosten und wertvolle Tipps für den weiteren Projektverlauf liefern.

 6 – Standort des Skateparks

Gibt es bereits eine passende Infrastruktur oder eine sanierungsbedürftige Skate- oder Sportanlage, die für den Bau eines Skateparks genutzt werden kann? Welche Flächen stehen der Stadt zur Verfügung und welche Strukturen (Anschluss an Wohngebiet, Nähe ÖPNV, etc.) können genutzt werden. Mögliche Standorte und vielleicht ungenutzte Sport- und Freiflächen können bei der Stadt (Sport- oder Jugendamt) angefragt und die Vor- und Nachteile erörtert werden.

7 – Kommunikation rund um das Projekt

Der Kontakt zur lokalen Presse und die Bewerbung des Skate-Projekts über diverse Kommunikationskanäle schaffen Aufmerksamkeit und können zu einer breiten Akzeptanz in der Bevölkerung führen. Vielleicht können prominente oder stadtbekannte Unterstützer für das Projekt gewonnen und diese medienwirksam in die Kommunikation eingebunden werden.

Die Nutzung der sozialen Medien und die Bekanntmachung bei öffentlichen Veranstaltungen (Stadtfeste, Vereinsfeste, etc.) unterstützen das Projekt und garantieren eine erhöhte Aufmerksamkeit.

Es ist häufig eine lokalpolitische Entscheidung, ob und wenn, in welchem Umfang ein Skatepark-Projekt (planungstechnisch und finanziell) unterstützt wird. Eine hohe Aufmerksamkeit bei der Bevölkerung kann einen gewissen, positiven Druck auf die Politik ausüben und zu schnelleren Entscheidungen führen.

8 – Förderung und Finanzierung des Skateparks

Die Beantragung von Fördermitteln sollte im ersten Schritt mit der Kommune oder dem Sportamt abgesprochen werden. Es gibt verschiedene Sportstättenförderprogramme von Kommune, Bund und EU, die für den Bau einer Skateanlage beantragt werden können. Auch hier ist es von Vorteil, wenn mehrere Institutionen (Schule, Kita, Sportverein, Jugendeinrichtung) von dem Projekt profitieren und den Skatepark nutzen können.

Eine Übersicht rund um die entsprechenden Förderprogramme für die Planung, Bau und Ausstattung von Sportstätten finden Sie hier: Sportstättenförderung

Ein weiterer Baustein im Rahmen der Finanzierung ist das Crowdfunding. Hierüber können Spenden im mittleren fünfstelligen Bereich akquiriert und das Projekt dementsprechend unterstützt werden. Auf den Sport spezialisierte Crowdfunding-Plattformen unterstützen bei der Planung und Durchführung der Kampagne.

9 – Auswahl des Skatepark-Planungsbüros und Skatepark-Design

Die Finanzierung steht, alle wichtigen Player wurden ins Boot geholt und die Location für den Skatepark wurde festgelegt – die Detailplanung kann beginnen. In den meisten Fällen wird das Projekt im Rahmen einer öffentlichen Ausschreibung vergeben. Die Stadt tritt im Rahmen dessen als Auftraggeber auf. Nichtsdestotrotz hat der Verein die Möglichkeit, Einfluss auf die Auswahl des Planungsbüros, bzw. der Skatepark-Planers zu nehmen und Empfehlungen auszusprechen.

Im Rahmen der Ausschreibung können bspw. bestimmte Qualitätskriterien festgelegt werden und der Kreis der potenziellen Planer eingegrenzt werden. Da ein Skatepark oftmals individuelle, ortsspezifische Anforderungen erfüllen muss – ist in den meisten Fällen der günstigste Anbieter nicht der Beste.

Ein Blick in die Referenzprojekte des Planers und die Besichtigung bereits umgesetzter Projekte, erleichtern die Suche nach dem entsprechenden Experten.

10 – Bau des Skateparks

Der Projektstarter sollte die Baumaßnahmen begleiten und als Ansprechpartner für Stadt und Planungsbüro jederzeit erreichbar sein. Im Zuge der Bauarbeiten ergeben sich oftmals neue Herausforderungen und es müssen kurzfristig Entscheidung über das Design, die Anordnung der Skatepark-Elemente und über bspw. die Nutzung der Freiflächen getroffen werden. Die Initiatoren können bei der Entscheidungsfindung ihr Skate Know-how einbringen und die finale Gestaltung der Anlage maßgeblich beeinflussen.

WAS KOSTET DER BAU EINER SKATEANLAGE / PUMPTRACK?