Outdoor Fitnessgeräte

Outdoor Fitnessgeräte – Planung, Preise und Finanzierungsmöglichkeiten

War es früher der klassische Trimm-Dich-Pfad, so kommen heutzutage Outdoor Fitnessgeräte in Parkanlagen, auf Schulhöfen, in Kitas oder bei Vereinen auf der Sportanlage zum Einsatz. Street Workout, neue Bewegungsformen wie Calisthenics und Outdoor Fitness Trainingsangebote haben den Trend zum Fitness Workout im Freien wieder belebt.

Ein Fitnesspark oder Bewegungsparcours ermöglicht es, verschiedene Zielgruppen zum Sport treiben zu animieren. Charakteristisch ist oftmals der bewegungsmotivierende Charakter der einzelnen Geräte. Auch Calisthenics Anlagen erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. In vielen Fällen wird der Fitnesspark generationenübergreifend genutzt – hierüber werden beispielsweise Senioren, wie auch Kinder oder Freizeitsportler angesprochen.

Outdoor Fitnessgeräte für einen Bewegungsparcours | Bildquelle: playfit GmbH

Fitnesspark oder Bewegungsparcours – Outdoor Fitnessgeräte sind der zentrale Baustein

Die Planung beginnt in den meisten Fällen bei der Definition der Zielgruppe und der Auswahl eines geeigneten Standorts für den Fitnesspark. Der Preisvergleich der Outdoor Fitnessgeräte, die Auswahl der Materialien (bspw. Edelstahl) und die Auswahl des Fallschutzbelags sind weitere Bausteine. Vor Baubeginn müssen Fördermittel im Rahmen der Sportstättenförderung beantragt und weitere Finanzierungsmöglichkeiten bewertet werden.

Die Kosten rund um den Bau eines Fitnessparks oder Bewegungsparcours können über den Kostenrechner Outdoor-Fitnessgeräte kalkuliert werden.



Erste Schritte: Planung eines Fitnessparks

Zu welchem Zweck soll für welche Zielgruppen an welchem Standort eine Sportanlage mit Outdoor Fitnessgeräten geplant und gebaut werden? Wer fungiert als Bauherr und wie kann der Bewegungsparcours mithilfe von Fördergeldern, einer Crowdfunding-Kampagne oder Sponsoren finanziert werden? Diese und ähnliche Fragen stellen sich zahlreiche Kommunen, Städte, Vereine und Einrichtungen (Krankenhäuser, Reha-Kliniken oder Freizeitparks) bevor es in die konkrete Planung der Fitnessanlage geht.

Outdoor Fitnessgeräte aus Edelstahl: Preise und Kosten für Outdoor Sportgeräte, Kosten für den Fallschutz und Beispielprojekte. Calisthenics Geräte aus Edelstahl.


Definition der Zielgruppe: Wer soll den Fitnesspark wie nutzen?

Die Definition der Zielgruppe ist ein zentraler Punkt im Rahmen der Planung der Sportstätte. Infrastrukturelle Aspekte (wie bspw. die Erreichbarkeit des Standorts) sind ebenso zielgruppenrelevant wie die Auswahl der Outdoor Fitnessgeräte. Sportgeräte für Freizeitsportler und Jogger müssen anderen Ansprüchen genügen als bspw. Fitnessgeräte für Senioren.

Ein junges Publikum setzt vielleicht eher auf Calisthenics Übungen und ein anspruchsvolles Fitnessprogramm. Senioren bevorzugen eher eine Geräteausstattung, bei der leichte Übungen und die Mobilisation des Bewegungsapparats im Vordergrund stehen. Kinder haben wiederum einen hohen Bewegungsdrang – für sie sind Kletter- und Spielgeräte ebenso wie Geschicklichkeitsübungen interessanter als bspw. eine Calisthenics-Station. In diesem Fall können Sport- und Spielplatzgeräte aus Holz eine Alternative zu Outdoor Fitnessgeräten aus Edelstahl sein.

Im Rahmen der Planung sollten folgende Fragen beantwortet werden:

  • Wer nutzt den Outdoor Fitnesspark hauptsächlich (Senioren, Freizeitsportler, Kinder, Reha-Patienten, etc.)?
  • Welche Erwartungen knüpft die Zielgruppe an das Bewegungsareal?
  • Wie kann der Fitnesspark zielgruppengerecht in puncto Geräteausstattung, Erreichbarkeit und Nutzungsfrequenz gestaltet werden?


Wahl des Standorts: Bestehende Infrastruktur nutzen

In vielen Fällen steht der Standort des Bewegungsparcours bereits fest, da er in eine Sportanlage integriert oder im Rahmen eines anderen Bauprojekts angedockt wird. Die Standortwahl sollte zielgruppenorientiert erfolgen und sich am lokalen Umfeld orientieren. Von Vorteil ist die Nutzung bereits bestehender Infrastrukturen. Im direkten Umfeld einer Sportanlage oder einer Gastronomie können Sanitäranlagen mitgenutzt und kostspielige Installationen vermieden werden.

Outdoor Fitnessgeräte: Preise für die Ausstattung eines Bewegungsparcours


Outdoor Fitnessgeräte: Preise für die einzelnen Geräte

Die Preise für Outdoor Fitnessgeräte variieren ja nach Hersteller, Material und Produktqualität. Manche Geräte können für verschiedene Übungen genutzt und multifunktional eingesetzt werden. In der Folge haben wir eine Auswahl der gängigen Outdoor Fitnessgeräte und die entsprechenden Preise aufgelistet:

  • Outdoor Crosstrainer für Ausdauertraining (Edelstahl) – 5.360 € bis 6.800 €
  • Dreifach Reck- und Klimmzugstange (Edelstahl) – 4.250 € – 5.800 €
  • Outdoor Rudergerät (Edelstahl) – 4.900 € – 5.850 €
  • Beintrainer in Doppel-Ausführung (Edelstahl) – 5.350 € – 6.200 €
  • Armzug- und Liegestütz-Station (Edelstahl) – 2.600 € – 3.400 €
  • Schulter-Rücken Station (Edelstahl) – 5.400 € – 6.900 €
  • Outdoor Rückentrainer (Edelstahl) – 3.100 € – 3.800 €
  • Hüftschung Outdoortrainer (Edelstahl) – 3.400 € – 3.950 €
  • Outdoor Schulter-Brust Station (Edelstahl) – 5.200 € – 6.000 €
  • Kniebeuger Outdoor (Edelstahl) – 4.200 € – 4.800 €


Gesamtkostenkalkulation: Planung, Bau, Fitnessgeräte und Fallschutz

Zwar ist die Geräteausstattung der entscheidende Faktor beim Bau eines Fitness- oder Bewegungsparcours – jedoch kommen weitere Kosten für Bau, Fallschutz und planerische Tätigkeiten hinzu. Die Baustelleneinrichtung und das Herrichten der Fläche müssen ebenso wie die Kosten für die Outdoor Fitnessgeräte frühzeitig kalkuliert werden.

Ebenfalls sollten die Kosten für Pflege und Instandhaltung in die Gesamtkostenkalkulation einbezogen werden. Die Wahl des Fallschutzbelags spielt hierbei eine gewichtige Rolle. Sind Holzhackschnitzel oder Sand günstig in der Anschaffung – so verursachen sie jedoch hohe Kosten in der Pflege und im Betrieb der Sportanlage. Fallschutzmatten oder ein Bodenbelag aus fugenlosem EPDM-Granulat sind zwar in der Anschaffung teurer – hohe Folgekosten im Betrieb sind hierbei jedoch die Ausnahme.

Die Kosten rund um den Bau und die Ausstattung einer Sportanlage mit Outdoor Fitnessgeräten kann über den Kostenrechner Outdoor Fitness (inkl. Baukosten, Fallschutz, etc.) kalkuliert werden.


Outdoor Fitnessgeräte aus Edelstahl

Outdoor Sportgeräte aus Edelstahl sind robust, witterungsbeständig und dementsprechend langlebig und günstig in der Pflege. Bei der Wahl der Geräte sollte auf die Verarbeitung des Materials sowie auf die entsprechenden Prüfsiegel geachtet werden. Ebenfalls lohnt sich ein Blick auf Outdoor Fitnessanlagen in der Nähe, die bereits seit einigen Jahren in Betrieb sind.

Zahlreiche Anbieter von Outdoor Sportgeräten haben ein breites Sortiment an unterschiedlichen Geräten für die entsprechenden Zielgruppen. Die meisten Geräte für den Outdoorbereich sind aus Edelstahl gefertigt und bei einer qualitativ hochwertigen Verarbeitung lange haltbar.


Fallschutzbelag: EPDM-Gummigranulat, Fallschutzplatten oder Holzhackschnitzel

Je nach Beschaffenheit des Fitness- oder Bewegungsparcours und der Outdoor Fitnessgeräte kann eine einfache Rasenfläche als Fallschutz ausreichen. Bei einer großen Fallhöhe, muss der umliegende Fallschutzbelag allerdings besser schützen und mögliche Stürze dämpfen. Ein Fallschutz aus Holzhackschnitzeln ist zwar in der Anschaffung günstig – in der Pflege jedoch personalintensiv und dementsprechend teuer.

Fachplaner raten in der Regel zu einem Fallschutz aus einem fugenlosen EPDM-Gummigranulat oder zu einer Variante aus Fallschutzmatten oder-platten. Ein Bodenbelag aus EPDM-Gummigranulat ist robust, wetterfest und wenig pflegeintensiv. Die höheren Anschaffungskosten amortisieren sich dementsprechend schnell und die Anlage sieht auch ohne eine regelmäßige, personalintensive Pflege, aufgeräumt und sauber aus.

fallschutzmatten spielplatz. Preise für Fallschutzmatten für den Spielplatz, den Schulhof, den Bewegungsparcours oder für Außenflächen


Förderprogramme und Finanzierungsmöglichkeiten für Outdoor Fitnessgeräte

Zahlreiche Projekte scheitern nicht am Willen der Bürger oder der Kommune – sondern an der Finanzierung des Fitnessparks. Förderporgramme zur Finanzierung des Sportstättenbaus gibt es auf Bundes- und Länderebene. Der ansässige Kreissportbund oder der Landessportbund sind der richtige Ansprechpartner, um die Möglichkeiten und die Höhe der Gelder zu erfragen. Die EU fördert ebenfalls Projekte, die (vorwiegend im ländlichen Raum) Entwicklungshilfe leisten – ein eigenes Sportstättenförderprogramm der EU gibt es allerding snicht.

Sponsoren, Stiftungen und privat organisierte Spendenaktionen können ein Teil zur Finanzierung des Sportstättenprojekts beitragen. In den letzten Jahren erfreut sich zudem das Crowdfunding für Sportstättenprojekte großer Beliebtheit. Spezialisierte Unternehmen unterstützen Vereine und Kommunen bei der Generierung von Spendengeldern und stehen beratend im Vorfeld und während der Crowdfunding-Kampagne zur Seite. Je nach Vereinsgröße und Aktivierungspotenzial können schnell zwischen 15.000 € bis 30.000 € zusammen kommen.